Kategorie: Andreas Borter

Andreas Borter

Andreas Borter versucht in seinem Beitrag – auf dem Hintergrund der Erfahrungen in der Schweiz – den Ansatz, die Inhalte, die Zielrichtung und mögliche Vorgehensschritte einer Väterpolitik als Teilbereich einer umfassenden Männerpolitik zu entfalten. Dabei kritisiert er die vorherrschende «Privatisierung» der Väterthematik und plädiert als Basis für die politische Aktion dafür, Väterrealitäten ungeschminkt und in ihrer strukturellen Bedingtheit sichtbar zu machen. Wertschätzung für geleistetes väterliches Engagement und der Kampf für mehr Gestaltungsspielräume alltagsnahmen Engagements sollen dabei Hand in Hand gehen. Er plädiert für eine eigenständige Verortung der Väteranliegen innerhalb der öffentlichen Verwaltungen und in den Unternehmen. Väterpolitik kann dabei auch möglicher Türöffner für männerpolitische Anliegen sein. Institutionell hat sich Väterpolitik sowohl in der Gleichstellungspolitik wie auch in der Familienpolitik einen Platz zu sichern. Die Grossväter sind als eigenständige, aber verbundene Gruppe zu berücksichtigen.

Andreas Borter (1951) ist Theologe, Organisationsberater und Genderfachmann, in selbständiger Praxis als Erwachsenenbildner, Supervisor und Organisationsberater tätig. Er ist ein Pionier der Männer- und Väterarbeit in der Schweiz. So initiierte und leitete er mehrere Väterprojekte mit Unterstützung des Schweizerischen Bundesamtes für Gesundheit und des Bundesamtes für Migration. Heute ist er u.a. Mitglied im Vorstandsausschuss von männer.ch und Mitglied der Geschäftsleitung von Pro Familia Schweiz. Kontakt: borter@maenner.ch